Manuka Honig
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Manuka Honig: MGO-Werte, Studienlage und worauf Eltern besonders achten müssen

Manuka Honig hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Was MGO-Werte wirklich aussagen, was die Studienlage hergibt, was der EU-Rechtsrahmen erlaubt – und warum Eltern bei Säuglingen Vorsicht walten lassen sollten.

Manuka Honig hat den Schritt vom Spezialhonig zum weltweit vermarkteten Premium-Produkt geschafft. Auf den Etiketten stehen drei Buchstaben besonders prominent: MGO. Die Abkürzung steht für Methylglyoxal – einen Stoff aus dem Zuckerstoffwechsel mit antibakterieller Wirkung, der in Manuka-Honig deutlich höher konzentriert ist als in anderen Honigsorten. Was die MGO-Zahl tatsächlich aussagt, was die Studienlage hergibt, was Eltern bei Kindern beachten müssen und was die EU-Health-Claims-Verordnung beim Marketing erlaubt, fasst dieser Überblick zusammen.

Was Manuka-Honig besonders macht: MGO, DHA und Leptospermum scoparium

Manuka-Honig stammt überwiegend von Bienen, die den Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium) sammeln – einem Strauch, der in Neuseeland und Teilen Südost-Australiens heimisch ist. Honig aus anderen Leptospermum-Arten kommt unter Bezeichnungen wie „Jellybush“ auf den australischen Markt. Botanisch verwandt, aber chemisch nicht völlig identisch.

Die Besonderheit von Manuka-Honig entdeckte der neuseeländische Biochemiker Peter Molan ab Mitte der 1980er-Jahre an der University of Waikato. Er fand, dass dieser Honig auch dann antibakteriell aktiv blieb, wenn der typische Wasserstoffperoxid-Effekt – die übliche antibakterielle Komponente normaler Honige – durch das Enzym Katalase eliminiert wurde. Diese „non-peroxide activity“ deutete auf eine bisher unbekannte Substanz hin.

Erst 2008 identifizierte Thomas Henle mit seiner Arbeitsgruppe an der TU Dresden den Wirkstoff eindeutig: Methylglyoxal (MGO), ein 1,2-Dicarbonyl, das aus Dihydroxyaceton (DHA) im Manuka-Nektar entsteht. Während andere Honige im Schnitt nur wenige Milligramm MGO pro Kilogramm enthalten, finden sich in Manuka-Honig Werte von 100 bis über 1000 mg/kg. Die DHA-Konzentration im Manuka-Nektar ist dabei der entscheidende Faktor – sie bestimmt das maximale MGO-Potenzial, das sich während der Lagerung durch Umlagerung schrittweise aufbaut.

Wie MGO-Werte zustande kommen – und was die Zahlen bedeuten

Die auf Etiketten genannte MGO-Zahl gibt den Methylglyoxal-Gehalt in Milligramm pro Kilogramm Honig an. Ein Glas mit der Aufschrift „MGO 400+“ enthält also mindestens 400 mg Methylglyoxal pro Kilogramm. Gängige Stufen im Handel sind MGO 100+, 250+, 400+, 550+ und 800+; einige Hersteller bieten zusätzlich 1000+ oder höher an.

Wichtig zu verstehen: Die Werte sind Minimumangaben, keine exakten Messpunkte. Ein Glas „MGO 250+“ kann in der Praxis 260, 320 oder 380 mg/kg enthalten – garantiert ist nur das Mindestmaß. Die Konzentration steigt zudem über die Zeit, weil DHA langsam in MGO umgewandelt wird. Hersteller arbeiten deshalb mit Reifelagern, um stabile Zielwerte zu erreichen.

Höhere MGO-Werte gehen nicht automatisch mit „besserer“ Wirkung im Sinne einer linearen Dosis-Wirkungs-Beziehung einher. In Laborversuchen (in vitro) skalieren antibakterielle Effekte zwar grob mit der MGO-Konzentration, in der praktischen Anwendung am Menschen sind viele weitere Faktoren relevant: Verdünnung im Wundsekret, Wirkdauer, Begleitwirkstoffe wie Wasserstoffperoxid und Phenole im Honig. Für viele Alltagsanwendungen reicht ein moderater MGO-Wert von 250+ bis 400+ aus; sehr hohe Werte (800+ und darüber) werden vor allem für die topische Wundpflege bei spezifischen Indikationen diskutiert.

UMF, MGO oder MGS? Die wichtigsten Gütesiegel im Vergleich

Drei Kennzeichnungssysteme dominieren den Markt:

UMF (Unique Manuka Factor) ist die älteste Kennzeichnung, eingeführt 1998 von der neuseeländischen UMF Honey Association. Das System basierte ursprünglich auf einem Vergleich der antibakteriellen Aktivität mit Phenol-Lösungen und wurde später um die Messung von MGO, DHA und Leptosperin erweitert. UMF 10+ entspricht ungefähr MGO 263+, UMF 15+ ungefähr MGO 514+, UMF 20+ rund MGO 829+.

MGO-Kennzeichnung wurde 2008 durch den neuseeländischen Hersteller Manuka Health eingeführt und beruht auf direkter Messung des Methylglyoxal-Gehalts. Der Vorteil: Die Zahl ist chemisch eindeutig, leicht prüfbar und vermeidet die etwas indirekte Phenol-Äquivalenz. Heute ist MGO das in Deutschland gängigste System.

MGS (Molan Gold Standard), benannt nach Peter Molan, kombiniert MGO, DHA und Leptosperin und gilt unter Wissenschaftlern als besonders fälschungssicher, ist im Handel aber seltener anzutreffen.

Seit 2018 verlangt das neuseeländische Ministry for Primary Industries (MPI) zusätzlich einen Authentizitätstest, der über vier chemische Marker und ein DNA-Pollen-Profil sicherstellt, dass es sich tatsächlich um Manuka-Honig handelt. Echte neuseeländische Ware trägt deshalb in der Regel den Hinweis „Tested certified Manuka Honey“ oder vergleichbare Formulierungen mit Bezug zur MPI-Zertifizierung.

Studienlage: Antibakterielle Wirkung und Wundheilung

Die wissenschaftlich am besten belegte Eigenschaft von Manuka-Honig ist die antibakterielle Wirkung in vitro. Mavric et al. (2008, Molecular Nutrition & Food Research) konnten den dosisabhängigen Effekt eindeutig MGO zuordnen. Gegen Problemkeime wie Staphylococcus aureus (einschließlich MRSA), Pseudomonas aeruginosa, Escherichia coli und Helicobacter pylori wurden im Reagenzglas wachstumshemmende Effekte gezeigt – auch dann, wenn die Bakterien gegen konventionelle Antibiotika resistent waren. Eine vielzitierte Übersicht von Carter et al. (2016, Frontiers in Microbiology) fasst die mikrobiologische Datenlage zusammen.

Im klinischen Bereich besitzt medizinisch zugelassener Manuka-Honig den Status eines Medizinprodukts für die Wundbehandlung – die bekanntesten Produkte heißen Medihoney und Activon. Diese sind nicht mit dem Lebensmittel-Honig aus dem Supermarkt zu verwechseln: Medizinprodukte sind sterilisiert (per Gamma-Bestrahlung), standardisiert und ausschließlich für die externe Anwendung gedacht. Cochrane-Übersichtsarbeiten zur Wundheilung kommen zu gemischten Ergebnissen: Für oberflächliche Verbrennungen gibt es positive Hinweise, für andere Wundtypen ist die Evidenz uneinheitlich oder methodisch limitiert.

Eine wichtige Einschränkung: Vieles von dem, was in Petrischalen gut funktioniert, lässt sich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen. Die in vivo-Wirksamkeit hängt davon ab, ob ausreichend Honig auf das Zielgewebe gelangt, ob die Wirkstoffe lange genug aktiv bleiben und ob sie nicht durch Verdünnung oder Abbauprodukte neutralisiert werden. Methodisch hochwertige randomisierte klinische Studien sind in diesem Feld vergleichsweise rar.

Anwendungsgebiete: Wo die Datenlage tragfähig ist – und wo nicht

Wundheilung (extern, Medizinprodukt): Die belastbarste Datenlage. Für oberflächliche Verbrennungen und bestimmte chronische Wunden zeigt medizinisch zugelassener Manuka-Honig in mehreren Studien positive Effekte auf Heilungsgeschwindigkeit und Keimreduktion. Anwendung gehört in fachliche Hände.

Halsschmerzen und Rachenraum: Kleinere Studien deuten auf eine kurzfristige symptomlindernde Wirkung beim langsamen Schlucken hin – mutmaßlich durch Befeuchtung und antibakterielle Effekte im Rachen. Die Evidenz ist begrenzt und gilt nur für Personen jenseits des Säuglingsalters.

Helicobacter pylori-bedingte Magen­beschwerden: In vitro hochwirksam, in vivo schwach belegt. Eine Ersatztherapie zu etablierten antibiotischen Eradikationsschemata ist Manuka-Honig nicht.

Mundgesundheit: Einzelne klinische Studien zur Reduktion von Plaque oder Zahnfleischentzündungen liefern positive Hinweise. Die Datenlage ist heterogen, die Effekte sind eher klein, und der Zuckergehalt des Honigs bleibt ein nicht zu vernachlässigender kariesfördernder Faktor.

Allgemeine Immunstärkung, Erkältungsprophylaxe, Detox: Hier endet die belastbare Evidenz. Es gibt keine überzeugenden klinischen Belege für systemische Wirkungen aus dem oralen Verzehr.

Kinder und Manuka-Honig: Was Eltern unbedingt wissen müssen

An dieser Stelle ist eine deutliche Warnung angebracht, und sie gilt für jeden Honig – nicht nur für Manuka. Säuglinge unter zwölf Monaten dürfen keinen Honig erhalten. Diese Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation, der amerikanischen Behörden (CDC, FDA) und in Deutschland des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ist eindeutig und unstrittig. Hintergrund ist der seltene, aber sehr gefährliche Säuglingsbotulismus: Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können in geringer Konzentration in jedem Honig vorhanden sein. Im noch nicht ausgereiften Säuglingsdarm können die Sporen auskeimen, das hochpotente Botulinum-Toxin bilden und schwere neurologische Symptome bis hin zur Atemlähmung verursachen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen verhindert die Darmmikrobiota dieses Auskeimen zuverlässig.

Diese Regel gilt auch für hochpreisigen Manuka-Honig mit hohen MGO-Werten. Die antibakterielle MGO-Aktivität schützt nicht zuverlässig vor lebensfähigen Botulinum-Sporen, und auch eine MPI-Zertifizierung als „Manuka“ sagt nichts über Sporen-Freiheit aus. Werbeaussagen, die Manuka-Honig als „besonders sicher für Babys“ darstellen, sind sachlich falsch und im Sinne der HCVO unzulässig.

Ab dem ersten Geburtstag ist Honig grundsätzlich erlaubt. Manuka-Honig ist für Kleinkinder nicht „besser“ als regulärer Honig – beide enthalten rund 80 Prozent Zucker und haben damit aus zahn- und ernährungsmedizinischer Sicht denselben Nachteil. Eltern, die Manuka-Honig gezielt einsetzen möchten (etwa lokal im Mund bei einem schmerzenden Hals älterer Kinder), sollten die Mengen klein halten und die normale Zahnpflege nicht vernachlässigen. Eine medizinisch begründete Indikation, höheres MGO regelmäßig zu verzehren, gibt es im Kindesalter nicht.

Was die EU-Health-Claims-Verordnung beim Marketing erlaubt

Manuka-Honig wird in Deutschland als Lebensmittel verkauft. Damit gilt für die Werbung die Health-Claims-Verordnung – die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 –, kurz HCVO. Diese erlaubt gesundheitsbezogene Aussagen nur dann, wenn sie für den jeweiligen Wirkstoff durch die EFSA wissenschaftlich geprüft und in die offizielle Liste der zugelassenen Claims aufgenommen wurden.

Für Manuka-Honig und MGO sind keine gesundheitsbezogenen Aussagen zugelassen. Werbung darf daher nicht behaupten, das Produkt sei „antibakteriell“, „stärkt das Immunsystem“, „beschleunigt die Wundheilung“, „lindert Halsschmerzen“, „wirkt gegen Helicobacter“ oder ähnliches. Solche Aussagen sind gegenüber Verbrauchern unzulässig, unabhängig davon, ob sie wissenschaftlich plausibel sind. Auch die Bewerbung mit dem Hinweis auf einzelne Studien (z. B. „Studien zeigen“) ist heikel, wenn dadurch eine konkrete Gesundheitswirkung suggeriert wird.

Anders ist die Situation bei medizinischen Manuka-Honig-Produkten: Diese unterliegen der Medizinprodukteverordnung (MDR, VO (EU) 2017/745) und dürfen die Indikationen ihrer Zulassung benennen. Reguläre Lebensmittelware aus dem Reformhaus oder Drogeriemarkt fällt nicht unter diese Ausnahme.

Praktisch heißt das: Wer Manuka-Honig kauft und auf dem Etikett ausschließlich beschreibende Angaben (Herkunft, MGO-Wert, Imkereibetrieb) findet, hält ein rechtskonformes Produkt in der Hand. Wer dagegen vollmundige Heilversprechen liest, sollte skeptisch werden – nicht nur aus juristischen, sondern auch aus wissenschaftlichen Gründen.

Qualität erkennen: Worauf beim Kauf zu achten ist

Sechs Kriterien helfen bei der Auswahl:

  • Eine klare Herkunftsangabe Neuseeland oder Australien mit konkretem Bezug auf Leptospermum scoparium. Misch-Honige aus Importen sollten kritisch geprüft werden.
  • Eine klare MGO- oder UMF-Deklaration auf dem Etikett. Ein „Manuka-Honig“ ohne MGO/UMF-Wert kann ein nahezu wirkstofffreier Standardhonig sein.
  • Eine MPI-Zertifizierung bei neuseeländischer Ware, die seit 2018 Standard und gegen Fälschungen abgesichert ist.
  • Eine chargenspezifische Laboranalyse, deren Prüfberichte seriöse Anbieter auf Anfrage oder online bereitstellen.
  • Eine Abfüllung in Glas, weil Manuka-Honig lichtempfindlich ist und Kunststoff-Verpackungen im Premium-Segment unüblich sind.
  • Ein plausibler Preis im mittleren zweistelligen Eurobereich pro 250 g bei MGO 250+, deutlich darüber bei MGO 400+ und dreistellig bei MGO 800+ und höher. Auffällig günstige Angebote sind ein Warnsignal.

Fazit

Manuka-Honig ist mehr als nur ein Marketing-Phänomen: Die hohe Methylglyoxal-Konzentration ist chemisch nachgewiesen, antibakterielle Effekte in vitro sind eindeutig belegt, und für die topische Wundbehandlung gibt es als Medizinprodukt eine reale Anwendungsbasis. Gleichzeitig sind viele Werbeversprechen für den oralen Verzehr wissenschaftlich nicht ausreichend belegt und in der EU als Health-Claim ohnehin unzulässig. Wer Manuka-Honig kauft, achtet sinnvollerweise auf MGO- bzw. UMF-Deklaration, MPI-Zertifizierung und plausible Preise – und sollte die wichtigste Regel des Honigkonsums kompromisslos befolgen: Kein Honig für Säuglinge unter einem Jahr. Diese Empfehlung gilt für jeden Honig und kann durch keinen MGO-Wert der Welt aufgehoben werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab welchem MGO-Wert lohnt sich Manuka-Honig?

Für die meisten Alltagsanwendungen reicht MGO 250+ bis MGO 400+. Höhere Werte (550+ und darüber) werden vor allem für gezielte topische Anwendungen oder im Rachen eingesetzt. Eine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen MGO und Effekt am Menschen ist nicht belegt – sehr hohe Werte sind nicht zwingend „besser“, sondern primär teurer.

Darf mein Baby Manuka-Honig essen?

Nein. Säuglinge unter zwölf Monaten dürfen keinen Honig erhalten – auch keinen Manuka-Honig. Hintergrund ist das Risiko eines Säuglingsbotulismus durch Sporen von Clostridium botulinum, die in jedem Honig vorkommen können. Diese Empfehlung von WHO und BfR ist unabhängig vom MGO-Wert oder einer MPI-Zertifizierung.

Was ist der Unterschied zwischen MGO und UMF?

MGO misst direkt den Methylglyoxal-Gehalt in mg/kg, UMF basiert ursprünglich auf einem Vergleich mit Phenol-Lösungen und wurde später um chemische Marker erweitert. Beide Systeme korrelieren stark: UMF 10+ entspricht ungefähr MGO 263+, UMF 15+ rund MGO 514+, UMF 20+ etwa MGO 829+.

Darf ich für Manuka-Honig „antibakteriell“ oder „immunstärkend“ schreiben?

Im Sinne der EU-Health-Claims-Verordnung (VO (EG) Nr. 1924/2006) nein. Für Manuka-Honig sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Aussagen zugelassen. Aussagen wie „antibakteriell“, „immunstärkend“ oder „beschleunigt die Wundheilung“ sind in der Lebensmittel-Werbung unzulässig – unabhängig davon, dass es Laborbefunde gibt, die einzelne dieser Eigenschaften nahelegen.

Hilft Manuka-Honig wirklich gegen Halsschmerzen?

Es gibt Hinweise auf eine kurzfristige Linderung beim langsamen Lutschen oder Schlucken, mutmaßlich durch Befeuchtung und antibakterielle Effekte im Rachen. Belastbare große klinische Studien sind rar. Bei Erwachsenen und älteren Kindern ist Manuka-Honig eine vertretbare Hausmittel-Ergänzung, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung bei länger anhaltenden Beschwerden.

Ist Methylglyoxal nicht eigentlich gesundheitsschädlich?

Methylglyoxal ist als endogenes Stoffwechselzwischenprodukt im Körper allgegenwärtig und wird üblicherweise enzymatisch abgebaut. Die in Manuka-Honig verzehrten Mengen liegen weit unterhalb relevanter Belastungsschwellen für gesunde Erwachsene. Bei systemischen Erkrankungen mit gestörter Glyoxalase-Aktivität (z. B. fortgeschrittenem Diabetes mellitus) ist ein vorsichtiger Umgang sinnvoll und im Zweifel ärztlich abzuklären.

Woran erkenne ich echten Manuka-Honig?

Echter Manuka-Honig ist eindeutig als solcher gekennzeichnet, gibt einen MGO- oder UMF-Wert an, stammt aus Neuseeland (mit MPI-Zertifizierung) oder einem nachvollziehbaren australischen Erzeuger und liegt preislich plausibel im mittleren bis hohen zweistelligen Eurobereich pro 250 g. Auffällig günstige „Manuka“-Produkte ohne MGO-Deklaration sind häufig Misch- oder Aroma-Honige.

Quellenverzeichnis

  1. Mavric E, Wittmann S, Barth G, Henle T: Identification and quantification of methylglyoxal as the dominant antibacterial constituent of Manuka (Leptospermum scoparium) honeys from New Zealand. Molecular Nutrition & Food Research 2008; 52(4): 483–489. DOI: 10.1002/mnfr.200700282.
  2. Molan PC: The antibacterial activity of honey. 1. The nature of the antibacterial activity. Bee World 1992; 73(1): 5–28. DOI: 10.1080/0005772X.1992.11099109.
  3. Carter DA, Blair SE, Cokcetin NN, Bouzo D, Brooks P, Schothauer R, Harry EJ: Therapeutic Manuka honey – no longer so alternative. Frontiers in Microbiology 2016; 7: 569. DOI: 10.3389/fmicb.2016.00569.
  4. Adams CJ, Manley-Harris M, Molan PC: The origin of methylglyoxal in New Zealand manuka (Leptospermum scoparium) honey. Carbohydrate Research 2009; 344(8): 1050–1053. DOI: 10.1016/j.carres.2009.03.020.
  5. Jull AB, Cullum N, Dumville JC, Westby MJ, Deshpande S, Walker N: Honey as a topical treatment for wounds. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015; 3: CD005083. DOI: 10.1002/14651858.CD005083.pub4.
  6. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Säuglinge sollten in den ersten zwölf Lebensmonaten keinen Honig erhalten. Stellungnahme.
  7. World Health Organization: Infant feeding – Honey and infant botulism guidance.
  8. Ministry for Primary Industries (New Zealand): Manuka Honey Science Definition. Wellington 2018.
  9. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel (Health-Claims-Verordnung).
  10. Verordnung (EU) 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 über Medizinprodukte (Medical Device Regulation).
  11. Mandal MD, Mandal S: Honey: its medicinal property and antibacterial activity. Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine 2011; 1(2): 154–160. DOI: 10.1016/S2221-1691(11)60016-6.

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